Einmaleins

Das Einmaleins ohne Stress lernen

Es geht nicht darum, einem Kind eine Wand aus Aufgaben vorzusetzen. Es geht darum, die Tabelle kleiner, sichtbarer und spielerischer zu machen: ein Muster, ein Trick und eine kurze Übungsrunde nach der anderen.

Aktualisiert: Quelle Lifehacker

Der Kern

  • Multiplikation zuerst als gleiche Gruppen zeigen und erst danach Ergebnisse auswendig lernen.
  • Tauschaufgaben nutzen: 3 x 4 und 4 x 3 haben dasselbe Ergebnis.
  • In kleinen Blöcken üben und Aufgaben erst mischen, wenn das Muster vertraut ist.

In diesem Artikel

  1. Mit der Pythagoras-Tafel starten
  2. Mit Tauschaufgaben Arbeit sparen
  3. Rechtecke auf kariertem Papier zeichnen
  4. Muster suchen, bevor gedrillt wird
  5. Den Fingertrick für die 9er-Reihe nutzen
  6. Die 7er-Reihe mit Würfeln zeigen
  7. In kleinen Blöcken lernen
  8. Erst der Reihe nach, dann gemischt
  9. Tabellen sichtbar aufhängen
  10. Alltagssituationen nutzen
  11. Eine Brettspielregel ändern
  12. Gegen den Taschenrechner spielen
  13. Stress aus dem Üben nehmen
01

Mit der Pythagoras-Tafel starten

Beginne nicht mit langen Spalten wie 2 x 1, 2 x 2, 2 x 3.... Für viele Kinder sieht das nach einer riesigen Merkliste aus.

Zeige stattdessen die Pythagoras-Tafel. Eine Zahl steht links, die andere oben, und das Ergebnis liegt am Schnittpunkt. 3 x 4 = 12 wird zur Karte.

02

Mit Tauschaufgaben Arbeit sparen

Die beruhigende Regel lautet: 3 x 4 = 4 x 3. Wenn das Kind 4 x 7 kennt, ist 7 x 4 kein neues Ergebnis.

Zeige es mit Dingen: 3 Teller mit 4 Bonbons und 4 Teller mit 3 Bonbons ergeben beide 12 Bonbons.

03

Rechtecke auf kariertem Papier zeichnen

Ein Rechteck macht Multiplikation sichtbar. 2 x 4 sind 2 Reihen mit je 4 Kästchen. Das Kind zählt und sieht 8.

So wird Multiplikation zu gleichen Gruppen: 3 x 5 sind 3 Reihen mit 5, 4 x 2 sind 4 Reihen mit 2.

04

Muster suchen, bevor gedrillt wird

Muster merkt man sich leichter als einzelne Antworten. Mal 1 lässt die Zahl gleich. Mal 2 bedeutet verdoppeln: 7 x 2 = 14.

Bei x5 enden die Ergebnisse auf 5 oder 0. Bei geraden Zahlen nimmt man die Hälfte und hängt eine Null an: 8 x 5 = 40.

Bei x9 ergeben die Ziffern vieler Antworten zusammen 9: 3 x 9 = 27. Bei x10 kommt rechts eine Null dazu.

05

Den Fingertrick für die 9er-Reihe nutzen

Halte beide Hände vor dich und nummeriere die Finger von 1 bis 10. Für 9 x 4 klappst du den 4. Finger ein.

Links davon stehen die Zehner, rechts davon die Einer. Drei links und sechs rechts ergeben 36.

06

Die 7er-Reihe mit Würfeln zeigen

Bei einem normalen Spielwürfel ergeben gegenüberliegende Seiten zusammen 7. Daraus wird ein kleiner Trick für die 7er-Reihe.

Bei 3 Würfeln ist die Summe aus Ober- und Unterseiten 3 x 7 = 21. Bei 4 Würfeln ist es 4 x 7 = 28.

07

In kleinen Blöcken lernen

Gib nicht die ganze Tabelle auf einmal. Starte mit x1, x10, x2 und x5.

Danach kommen x3 und x4, später x6 und x7, und x8 sowie x9 bleiben für den Schluss.

08

Erst der Reihe nach, dann gemischt

Frage zunächst in Reihenfolge, damit ein Rhythmus entsteht: 2 x 1, 2 x 2, 2 x 3.

Wenn die Antworten vertraut sind, mische: 2 x 7, 5 x 4, 3 x 9, 6 x 6. Tempo kommt später.

09

Tabellen sichtbar aufhängen

Eine Tabelle über dem Schreibtisch, am Kühlschrank, neben dem Bett oder im Kinderzimmer sorgt für viele kleine Wiederholungen.

Das Kind muss nicht jedes Mal bewusst lernen. Häufiges Sehen stärkt das Gedächtnis.

10

Alltagssituationen nutzen

Multiplikation wird nützlich, wenn sie echte Dinge zählt: 4 Freunde mit je 2 Bonbons, 6 Autos mit 4 Rädern, 3 Schachteln mit je 5 Stiften.

Schreibe die passende Aufgabe daneben: 4 x 2 = 8, 6 x 4 = 24, 3 x 5 = 15.

11

Eine Brettspielregel ändern

Nimm ein einfaches Spiel mit Würfel. Vereinbare, dass jeder Zug verdoppelt oder verdreifacht wird. Fällt eine 4 und der Zug ist doppelt, geht man 4 x 2 = 8 Felder.

Der Erwachsene kann sich absichtlich irren. Das Kind korrigiert und übt ohne Testgefühl.

12

Gegen den Taschenrechner spielen

Würfle mit zwei Würfeln oder ziehe zwei Karten. Der Erwachsene nutzt den Taschenrechner, das Kind rechnet im Kopf. Wer schneller ist, bekommt einen Punkt.

Halte die Runde kurz, zum Beispiel bis 7 Punkte. Tempo hilft nur, wenn das Spiel spielerisch bleibt.

13

Stress aus dem Üben nehmen

Schimpfe nicht bei Fehlern, vergleiche nicht mit anderen Kindern und versuche nicht, alles an einem Abend zu lernen.

Bemerke kleine Fortschritte: ein neues Muster, eine Reihe, die leichter wird, eine Antwort, die das Kind erklären kann.

FAQ

Mit welchen Reihen sollte man anfangen?

Mit x1, x10, x2 und x5. Sie haben klare Muster und lassen die Tabelle kleiner wirken.

Muss trotzdem auswendig gelernt werden?

Ja, aber erst nach dem Verständnis von gleichen Gruppen, Rechtecken und Mustern. Dann werden die Antworten stabiler erinnert.

Wie lange sollte eine Übungsrunde dauern?

Kurze Runden funktionieren am besten: 5 bis 10 konzentrierte Minuten und aufhören, bevor Müdigkeit oder Druck entsteht.